From Followers to Price Setters: The Role of the Crypto Market is Reversing

By: rootdata|2026/05/22 03:45:00
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Autor: Gracy Chen, CEO von Bitget

Gestern Abend schickte mir ein Studienkollege, der an der Wall Street arbeitet, plötzlich zwei Diagramme: die Kontrakt-Trends für das KI-Chip-Unternehmen Cerebras (CBRS) auf Bitget und Hyperliquid.

Er sagte, diese beiden Diagramme seien in einem internen Meeting ihres Unternehmens aufgetaucht. Das Diskussionsthema war ziemlich interessant: Die Krypto-Industrie bietet einen einzigartigen Mehrwert, den die Wall Street nicht hat – sie liefert den Eröffnungspreis von IPO-Assets früher als die Wall Street.

Am Beispiel von CBRS: Am Vorabend des offiziellen Listings am 14. Mai (Eastern Time) wartete die gesamte Wall Street auf den Eröffnungspreis. Auf Plattformen wie Bitget und Hyperliquid hatte sich der Markt jedoch bereits im Vorfeld bewegt.

Gegen 10 Uhr morgens Eastern Time an jenem Tag (als die Nasdaq noch die Eröffnungskurse für neue Aktien abglich) zeigten beide Plattformen ähnliche Trends: Der CBRS-Kontraktpreis stieg schnell von etwa 290 $ auf rund 380 $. Später am Tag wurde CBRS offiziell an der Nasdaq gelistet, mit einem Eröffnungspreis von etwa 350 $, wobei der Kurs während des Handels auf bis zu 386 $ stieg.

Mit anderen Worten: Im Fall von CBRS hat der Kryptomarkt eine recht genaue Preisfindung vorab abgeschlossen.

Das ist ziemlich aufregend. Lange Zeit hat die Krypto-Industrie auf die Anerkennung der Wall Street gewartet, darauf, dass Institutionen einsteigen und das traditionelle Finanzwesen uns unterstützt. Doch nun kehrt sich die Situation um, und die Wall Street beginnt, die Preissignale vom Kryptomarkt ernsthaft zu betrachten.

Dies ist kein Zufall, sondern ein Spiegelbild der mechanischen Vorteile der Krypto-Industrie. Für die Preisfindung von Pre-IPO-Kontrakten haben mehrere Börsen ähnliche Mechanismen eingeführt, wie zum Beispiel:

  • Oracle-basierter interner Preisbildungs- und Glättungsmechanismus: Wie bepreist das System während der „Blind-Box“-Phase, wenn der US-Aktienmarkt noch nicht geöffnet ist und keine externen Preisreferenzen vorliegen? Unser Mechanismus extrahiert bei fehlenden externen Referenzen große Transaktionspreisdifferenzen aus dem Orderbuch durch endogene Oracles und passt die Preise im Sekundentakt an. Der Preis wird jedoch auf Basis des exponentiellen gleitenden Durchschnitts (EMA) der Preise der letzten Minute berechnet, wodurch sich der aktuelle Preis allmählich dem Zielpreis annähert.

    💡 Einfache Analogie: Das Oracle fungiert wie ein Radar, das große Transaktionen mit echtem Geld auf dem Markt erfasst und den wahren Zielpreis berechnet. Um jedoch zu verhindern, dass die Preise sprunghaft ansteigen und Kleinanleger schädigen, schaltet das System in den „Zeitlupen“-Modus – es nimmt jede Sekunde leichte Anpassungen vor, um sich dem Zielpreis sanft anzunähern und böswillige Liquidationen durch plötzliche Volatilität zu vermeiden.

  • Dynamischer Preiskäfig-Mechanismus zum Ausgleich von Risiko und Flexibilität: Das System legt eine anfängliche Preisschwankungsbreite von ±5 % fest. Sobald der Preis 90 % der Grenze berührt, löst dies eine automatische Neuankerung aus, wodurch der maximale Preisfindungsspielraum innerhalb der Woche auf etwa ±25 % erweitert wird, ohne das Risikomodell für Market Maker zu verändern.

    💡 Einfache Analogie: Das ist ein bisschen wie eine ausziehbare Leine beim Gassigehen. Das System definiert zunächst einen sicheren Bewegungsspielraum für den Preis (z. B. ±5 %). Wenn der Kaufdruck extrem hoch ist und der Preis die Obergrenze zu durchbrechen droht, blockiert das System den Handel nicht starr, sondern passt die „Obergrenze“ automatisch nach oben an (auf bis zu ±25 %). Dies kontrolliert das Risiko von plötzlichen Preisspitzen und bietet dem Markt ausreichend Raum, um den wahren „Eröffnungspreis“ zu ermitteln.

Was dahinter wirklich wichtig ist: Der Kryptomarkt wandelt sich von einem „Nachfolger“ zu einem Pionier im globalen Preisbildungssystem für Vermögenswerte.

Vor einigen Tagen erwähnte ich in einem Interview mit CNBC eine „10%-Vision“: Bis 2030 werden etwa 10 % der globalen Finanzwerte in tokenisierter Form existieren. Wir bewegen uns wirklich beschleunigt auf diese Vision zu.

Während ich dies schreibe, erinnere ich mich auch an die Zeit, als ich meinen Sohn mit an die Wall Street nahm und das „Fearless Girl“ sah, das vor der New York Stock Exchange stand, die Hände in die Hüften gestemmt. Sie hielt den Kopf hoch und starrte stur und entschlossen auf das riesige, uralte, scheinbar unerschütterliche traditionelle Finanzimperium vor ihr.

Das frühe Krypto war wie dieses Mädchen – es stand vor den Türen der traditionellen Giganten und wurde als rebellischer Außenseiter und Herausforderer angesehen.

Im letzten Zyklus hofften wir sehnsüchtig, dass die Wall Street sich umdrehen und Krypto annehmen würde. Im nächsten Zyklus wird die Wall Street feststellen: Sie muss Krypto und Tokenisierung annehmen.

Denn die modernsten Marktexperimente, die schnellste Liquiditätsorganisation und die offenste Preisfindung finden hier statt. In dieser unumkehrbaren Integration verbindet sich das massive Kapital des traditionellen Finanzwesens aktiv mit den überlegenen zugrunde liegenden Pfaden von Web3.

Die Wall Street bleibt das größte Auffangbecken für globales Kapital, aber Krypto wird zum „Preiszentrum“ dieses Beckens.

── Die Wall Street bringt die Skalierung, aber Krypto bestimmt die Zukunft der Preisfindung.

---Preis

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