BitMEX Schlägt “Canary Fund” als Alternative im Bitcoin-Quantum-Sicherheitsdebatte vor

By: crypto insight|2026/04/17 19:00:10
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  • Der “Canary Fund” von BitMEX bietet eine Lösung zur Überwachung von Quantum-Gefahren, ohne die Gelder präventiv einzufrieren.
  • Im Gegensatz zu BIP-361, das eine Zwangsmigration vorschlägt, fokussiert sich BitMEX auf empirische Beweise von Quantum-Bedrohungen.
  • Die Diskussion um Bitcoin-Protokolländerungen verdeutlicht die Spannungen zwischen Protokollsicherheit und Nutzereigentum.
  • Experten warnen, Quantum-Durchbrüche könnten schneller als erwartet erfolgen, was die Debatte dringlicher macht.

WEEX Crypto News, 2026-04-17 07:14:58

Wie der “Canary Fund” Funktioniert

Der “Canary Fund” von BitMEX basiert auf einer Bitcoin-Adresse, deren privater Schlüssel unbekannt ist. Ein Nothing-Up-My-Sleeve Number (NUMS) System stellt sicher, dass niemand Kontrolle über die Adresse hat. Durch einen Soft Fork wird diese Adresse überwacht. Bewegt sich eine Münze von dieser Adresse, zeigt dies, dass Quantum Computing tatsächlich das ECDSA geknackt hat. Dies unterscheidet sich jedoch klar von einer Quantum-proof Verbesserung. Der “Canary Fund” migriert keine bestehenden Wallets und schützt keine bereits gefährdeten Coins. Stattdessen verzögert er einen Protokolleingriff, bis der Quantum-Bedrohung nachweisbar ist.

Warum BIP-361 umstritten ist

BIP-361, initiiert von Jameson Lopp, sieht einen Maßnahmenplan gegen Quantum-Bedrohungen vor. Phase A verhindert Transaktionen zu quantum-anfälligen Adressen, während Phase B alte Signaturen ungültig macht. Kritiker betonen, dass dieses Vorgehen die Eigentumsrechte der Bitcoin-Besitzer verletzt. Adam Back befürwortet stattdessen optionale Upgrades anstelle erzwungener Protokolländerungen. Der Vorschlag von BitMEX agiert als Mittlerweg, da er den Status quo beibehält bis ein konkreter Beweis einer Bedrohung vorliegt.

Die Herausforderungen im Detail

Während der “Canary Fund” nicht den bestehende Schutz verbessert, adressiert er die Komplexität in der Koordination von Soft Forks und erfordert eine breite Community-Zustimmung. Die Idee dahinter ist, dass sobald ein Quantum-fähiger Akteur die Adresse knackt, ähnliche Akteure zur gleichen Handlung verführt werden könnten. Diese Dynamik könnte die Bedrohung sichtbar machen, bevor sie stillschweigend weitergeht.

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Zukunftsaussichten und Community-Diskussion

Die Hauptfrage bleibt, ob der Beweisansatz gegenüber BIP-361 das richtige Risiko-Instrument ist, insbesondere da Quantum-Durchbrüche schneller als vermutet passieren könnten. Protokolle wie Tron entwickeln bereits Quantum-Roadmaps, ohne den tatsächlichen Beweis einer Bedrohung abzuwarten. Die Diskussion dreht sich um Sicherheit und die Frage, ob Protokolländerungen zum Schutz der Benutzer besitzen möglich sind, ohne die Eigentumsrechte zu kompromittieren.

FAQs

Was ist der “Canary Fund” von BitMEX?

Der “Canary Fund” ist ein Mechanismus zur Überwachung und Nachweis von Quantum-Gefahren für Bitcoin, der Protokolleingriffe bis zum klaren Beweis einer Bedrohung verzögert.

Wie unterscheidet sich BIP-361 vom “Canary Fund”?

BIP-361 fordert präventive Maßnahmen gegen Quantum-Adressen, während der “Canary Fund” einen Beweisansatz verfolgt, ohne sofortige Protokolländerungen.

Warum ist die Quantum-Diskussion für Bitcoin wichtig?

Quantum-Computing kann die ECDSA-Signaturen, die Bitcoin derzeit schützt, theoretisch knacken, was eine Bedrohung für die Sicherheit darstellt.

Welche Risiken birgt der “Canary Fund”?

Der “Canary Fund” bietet keinen Schutz in der Zwischenzeit, in der Quantum-Fähigkeiten erhalten und der Canary aktiviert wird, was von Gegnern ausgenutzt werden kann.

Welche Blockchains arbeiten bereits an Quantum-Sicherheit?

Projekte wie Tron arbeiten bereits an speziellen Roadmaps zur Quantum-Sicherheit, ein Hinweis auf die wachsende Relevanz dieses Themas.

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