Neue Regulierung für Krypto Börsen in Hongkong: Leitfaden zur geteilten Liquidität

By: blockbeats|2026/03/29 12:36:40
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Originaltitel: "Web3 Anwalts-Analyse | Neue Regulierung für Krypto Börsen in Hongkong (Teil 1): Letter on Shared Liquidity of Virtual Asset Trading Platform"
Quelle: Crypto Law

Am 3. November 2025 veröffentlichte die Hong Kong Securities and Futures Commission (SFC) zwei neue Rundschreiben, die die neuesten regulatorischen Erwartungen an lizenzierte Betreiber von Krypto Börsen präzisieren. Die Rundschreiben skizzieren neue Anforderungen zur Steigerung der Liquidität von Krypto Börsen und zur Erweiterung der angebotenen Produkte und Dienstleistungen.

Im Zuge der FinTech Week sorgten die zwei plötzlichen Schritte der SFC für Aufsehen. Wir wissen alle, dass die größte Herausforderung für Krypto Börsen in Hongkong heute der Mangel an Einnahmen ist. Die regulatorischen Hürden sind hoch, was zwar "schmutzige Geschäfte" blockiert, aber den eigenen Markt fast wie stehendes Gewässer wirken lässt.

Die SFC hat dieses Problem klar erkannt. Wie Willy Yip, Executive Director der Intermediaries Division der SFC, feststellte, sollte die Regulierung digitaler Vermögenswerte dem Prinzip der "agilen Regulierung" folgen und durch iteratives Ausprobieren dynamisch gestaltet werden. Dieser Begriff wurde sehr geschickt gewählt, und die beiden Rundschreiben verkörpern seine Essenz perfekt.

Heute führt Crypto Law eine eingehende Analyse aus professioneller rechtlicher Sicht durch, um zu untersuchen, was die neuen regulatorischen Änderungen sind und wie sie die nächsten Entwicklungsschritte von Krypto Börsen beeinflussen werden.

Über den "Letter on Shared Liquidity of Virtual Asset Trading Platforms"

1. Erstmals dürfen Krypto Börsen Orderbücher mit ausländischen Partnern teilen

Ein geteiltes Orderbuch ist ein einheitliches Orderbuch, das von zwei oder mehr Krypto Börsen verwaltet und geteilt wird. Es kann Handelsanweisungen von verschiedenen Plattformen in einem Matching-System kombinieren und so einen plattformübergreifenden Liquiditätspool schaffen.

Im traditionellen Modell unterhalten verschiedene Handelsplattformen intern unabhängige Orderbücher. Nach der Auftragserteilung registrieren und matchen die Plattformen die Trades intern. Mit der Einführung eines geteilten Orderbuchs können verbundene Handelsplattformen aus verschiedenen Ländern oder Regionen Kauf- und Verkaufsaufträge in denselben 'Handelspool' aggregieren, was die Liquidität erhöht.

Viele fragen sich sofort: "Kann HashKey jetzt eine Verbindung zu Binance herstellen?" Geteilte Liquidität klingt fantasievoll, aber wie weit kann sie tatsächlich gehen? Crypto Law ist der Ansicht, dass dies auf Basis dieses Rundschreibens derzeit nicht möglich ist.

Erstens besagt die Richtlinie klar, dass die Plattform Liquidität nur mit Krypto Börsen teilen kann, die Teil ihrer "globalen Zugehörigkeit" sind. Das bedeutet, dass HashKey Exchange nur auf Liquidität von mit HashKey Global verbundenen Plattformen in anderen Regionen zugreifen kann und keine Verbindung zu nicht verbundenen Plattformen (z. B. Binance) herstellen kann.

Zweitens erfüllt nicht jede Handelsplattform innerhalb derselben Gruppe die Anforderungen, da die SFC eine zweistufige Beschränkung basierend auf dem Betriebsland der Plattform vorsieht.

1) Sowohl die Krypto Börse als auch die ausländische Plattform müssen in ihren jeweiligen Rechtsordnungen lizenziert sein.

2) Das Betriebsland der ausländischen Plattform muss nach Hongkonger Definition als "seriös" gelten.

Die ausländische Plattform muss sich in einem international anerkannten, gut regulierten Land oder einer Region befinden, mit spezifischen Anforderungen:

• Muss Mitglied der Financial Action Task Force (FATF) oder einer ähnlichen Organisation sein;

• Muss über regulatorische Richtlinien verfügen, die weitgehend mit den Anti-Geldwäsche-Vorschriften der FATF und den Marktpolitik-Empfehlungen der International Organization of Securities Commissions (IOSCO) für Krypto-Assets übereinstimmen.

Das Land, in dem sich die ausländische Plattform befindet, muss von Hongkong anerkannt sein. Wenn es ein Mitgliedsland der FATF ist, erfüllt es die Anforderungen zweifellos.

Die Erfüllung der harten Kriterien reicht nicht aus; auch die "Soft Power" muss stimmen: Es muss eine regulatorische Politik für Krypto Börsen geben, die internationalen Standards entspricht. Für Plattformen in Regionen mit robusten Vorschriften wie Japan ist dies einfach, da sie unter strengen Rahmenbedingungen operieren. In Ländern wie Indien, der Türkei oder Mexiko, denen entsprechende regulatorische Richtlinien fehlen, können sie trotz Einhaltung lokaler Regeln nicht an Hongkongs Liquiditätsverbindung teilnehmen.

Rechtsgrundlage:

Artikel 7 des Rundschreibens legt fest: "Das geteilte Orderbuch wird gemeinsam vom Plattformbetreiber und einem ausländischen Plattformbetreiber verwaltet, der für seine Aktivitäten in der jeweiligen Rechtsordnung lizenziert ist."

2. Klare Risikominderungsmaßnahmen für Handel und Abwicklung

Artikel 8 des Rundschreibens weist darauf hin, dass bei geteilten Orderbüchern Abwicklungsrisiken wie Verzögerungen oder Ausfälle entstehen können, wenn Vermögenswerte nicht im selben Verwahrungssystem gehalten werden.

In traditionellen Wertpapiermärkten werden Nutzervermögenswerte bei einer zentralen Gegenpartei (CCP) gehalten, bei Krypto Börsen sind sie jedoch über verschiedene Verwahrer verstreut. Hongkong hat daher folgende Anforderungen festgelegt:

• Einheitliche Regeln für fairen, geordneten und nachvollziehbaren Handel

Artikel 9 des Rundschreibens besagt, dass das geteilte Orderbuch ein umfassendes Regelwerk etablieren muss, das für alle Teilnehmer (einschließlich Hongkonger und ausländischer Plattformen, Verwahrer und Nutzer) bindend ist, einschließlich:

Pre-Funding

Auftragsübermittlung

Handelsausführung

Abwicklung

Haftungsmanagement

• Obligatorische vollständige Vorauszahlung und automatische Validierung

Artikel 10 schreibt einen automatisierten Pre-Trade-Verifizierungsmechanismus vor, der sofort prüft, ob eine Handelsanweisung die Anforderungen an Vorauszahlung, Verwahrung und ausreichende Menge erfüllt.

• Etablierung eines Delivery-Versus-Payment (DVP) Abwicklungsmechanismus

DVP ist ein Finanzabwicklungsmechanismus, bei dem die Abwicklung erst als abgeschlossen gilt, wenn sowohl die Lieferung der Vermögenswerte als auch die Zahlung gleichzeitig erfolgen. Dies ist der effektivste Weg, um Timing-Risiken zu mindern.

• Sicherstellung täglicher und untertägiger Abwicklung

Die Artikel 14 und 15 des Rundschreibens besagen, dass die Hongkonger Plattform Trades mit ausländischen Plattformen mindestens einmal täglich abwickeln und untertägige Abwicklungen durchführen muss, wobei ein "Cap für nicht abgewickelte Transaktionen" festgelegt wird.

• Entschädigungsregelung

Das Rundschreiben legt fest, dass das Risiko der grenzüberschreitenden Abwicklung von der Krypto Börse getragen werden muss. Die Hongkonger Plattform muss die volle Verantwortung übernehmen und kann das Risiko nicht auf ausländische Plattformen abwälzen.

Rechtsgrundlage:

Artikel 16 des Rundschreibens spezifiziert: "Der Plattformbetreiber, der ein geteiltes Orderbuch bereitstellt, muss über robuste finanzielle Fähigkeiten verfügen und trägt gegenüber seinen Kunden die volle Verantwortung für Transaktionen, die über das geteilte Orderbuch ausgeführt werden."

Zudem muss der Reservefonds unabhängig von Plattformvermögenswerten in einem Treuhandverhältnis gehalten werden und ausschließlich der Kundenentschädigung dienen. Die Größe des Reservefonds muss mindestens dem Limit der ausstehenden Transaktionen entsprechen.

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3. Technische Herausforderungen hinter der Regulierung

Aus Branchensicht zielt die Hongkonger Regierung zweifellos darauf ab, die Liquidität der Krypto Börsen zu erhöhen, hat aber auch eine hohe Schwelle gesetzt. Hinter der regulatorischen Fassade sind technische Probleme ein potenzieller treibender Faktor. Die Richtlinie verwendet vereinfachend Begriffe wie "gemeinsame Verwaltung" und "Verbindung", adressiert jedoch nicht die technischen Interoperabilitätsprobleme bei Handelslinks, Matching-Engines und Abwicklungsprozessen.

4. Fazit

Dieses Rundschreiben verdeutlicht erneut Hongkongs regulatorische Haltung: Es geht nicht darum, geschlossen zu bleiben, sondern sich regelkonform zu öffnen. Für Plattformen, die auf regulatorische Schlupflöcher angewiesen sind, ist der Eintritt in den Hongkonger Markt zum jetzigen Zeitpunkt nicht der günstigste Moment.

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag und repräsentiert nicht die Ansichten von BlockBeats.

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