Die Entkopplung von Kryptowährungen von US-Aktien verstärkt sich: Während der S&P 500 neun Wochen in Folge auf ein neues Hoch stieg, verzeichnen Bitcoin und Ethereum weiterhin wöchentliche Verluste.
Angetrieben von optimistischen Erwartungen an ein verlängertes Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und dem Iran setzten die US-Aktien- und Ölmärkte diese Woche ihren Aufwärtstrend fort. Der S&P 500 stieg die neunte Woche in Folge und erreichte damit die längste Gewinnserie seit 2023; Brent-Rohöl stabilisierte sich bei etwa 92 USD pro Barrel. Der Kryptomarkt konnte dem Anstieg der makroökonomischen Risikoanlagen jedoch nicht folgen. In der vergangenen Woche fiel Bitcoin um 2,6 % auf 73.445 USD, Ethereum sank um 2,5 % auf 2.011 USD, Solana verlor 2,2 % und TRX verzeichnete einen Rückgang von 5,6 %, was es zu einem der schwächsten Token unter den zehn größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung machte. Marktanalysten gehen davon aus, dass die abnehmenden Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs die Kurse belasten.
Im Gegensatz dazu zeigten einige Small- und Mid-Cap-Token eine bemerkenswerte Performance. Unter ihnen stieg der native Token von Hyperliquid, HYPE, diese Woche um 19,4 % auf etwa 65 USD und wurde damit zum größten Highlight am Markt. Zuvor hatte Jeffrey Sprecher, CEO der Intercontinental Exchange (ICE), auf der Bernstein-Konferenz Hyperliquid als „eine größere Chance als die Nasdaq“ bezeichnet, was die Marktstimmung zusätzlich beflügelte. Zudem legte BNB diese Woche um 1,9 % zu, XRP stieg um 0,7 % und DOGE blieb weitgehend unverändert.
Auf makroökonomischer Ebene erklärte US-Präsident Trump, dass eine endgültige Entscheidung über das Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und dem Iran nahe sei. Er beharrt jedoch weiterhin darauf, dass der Iran sein Atomprogramm aufgibt, seine Bestände an angereichertem Uran übergibt und die Straße von Hormus öffnet. Marktteilnehmer sind der Ansicht, dass die derzeitige Erholung der Risikoanlagen aufgrund der erheblichen Differenzen zwischen beiden Seiten in Schlüsselfragen relativ fragil bleibt und jede negative Nachricht bezüglich der Iran-Verhandlungen eine Umkehr der Marktstimmung auslösen könnte.
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