US-Gesetzgeber veröffentlichen Krypto-Steuervorschlag ohne Bitcoin-Steuerbefreiung
- Im neuen Entwurf des Digital Asset PARITY Acts sind Stablecoins von Gewinnen befreit, wenn ihr Wert nur minimal schwankt.
- Der Vorschlag beinhaltet eine de-minimis Steuerbefreiung für Stablecoin-Transaktionen unter 200 USD.
- Bitcoin wird keine ähnliche Steuerbefreiung angeboten, was zu Debatten in der Branche führt.
- Die Gesetzesvorlage wurde als Diskussionsentwurf veröffentlicht, um den Dialog über die Krypto-Steuerpolitik in den USA anzuregen.
- Einkommen aus Krypto-Diensten wie Lending und Staking soll als Bruttoeinkommen berechnet werden.
WEEX Crypto News, 2026-03-30 12:38:37
Übersicht über den Digital Asset PARITY Act
Der “Digital Asset PARITY Act” zielt darauf ab, den Internal Revenue Code von 1986 zu überarbeiten und Steuerregelungen für digitale Vermögenswerte klarzustellen. Ein zentraler Punkt der Gesetzesvorlage ist die Steuerbehandlung von Stablecoins und Bitcoin, wobei Stablecoins von der Steuer auf Kapitalerträge befreit werden sollen, solange ihr Wert nahe dem zugrundeliegenden Fiat-Wert bleibt.
Steuerbefreiung für Stablecoin-Transaktionen
Die Gesetzgebung sieht vor, dass Stablecoins, deren Kostenbasis um nicht mehr als 1% schwankt, von der Steuer auf Gewinne und Verluste befreit sind. Außerdem gibt es eine de minims Steuerbefreiung für Stablecoin-Transaktionen unter 200 USD. Diese Transaktionen würden keine Steuer- oder Meldepflichten auslösen, allerdings muss das jährliche Freistellungslimit noch festgelegt werden.
Auswirkungen auf das Krypto-Steuersystem
Das Ziel dieser Regelung ist es, mehr Klarheit und Vereinfachung in das komplexe Geflecht der Krypto-Besteuerung zu bringen. Der Ansatz der Steuerbefreiung für Transaktionskosten und kleine Transaktionen könnte die Attraktivität für den Einsatz von Stablecoins als Transaktionsmittel erhöhen, jedoch bleibt die Frage offen, warum Bitcoin und andere Kryptowährungen keine ähnliche Behandlung erhalten.
Bitcoin und der Streit um Steuerbefreiungen
Trotz der positiven Anreize für Stablecoins stößt der Entwurf auf Widerstand, insbesondere unter den Befürwortern von Bitcoin. Sie kritisieren das Fehlen einer Steuerbefreiung für Bitcoin-Transaktionen und argumentieren, dass dies das Wachstum und die Akzeptanz von Bitcoin einschränken könnte. Pierre Rochard von The Bitcoin Bond Company hebt hervor, dass Bitcoin eine deminimis Steuerbefreiung benötigt, da es sich um eine dezentrale und erlaubnisfreie Währung handelt.
Diskussionen in der Kryptoindustrie
Die Veröffentlichung des Entwurfs hat eine Debatte sowohl in der Gesetzgebung als auch innerhalb der Kryptoindustrie entfacht. Befürworter des Entwurfs, wie Cody Carbone von Digital Chamber, sprechen sich für eine Klarheit in der Digital-Asset-Besteuerung aus, da dies die vollständige Onshoring-Aktivität fördern könnte. Dabei wird betont, dass durch klare Regelungen mehr Vertrauen in den Markt geschaffen werden kann.
Ertragsversteuerung durch Lending und Staking
Ein weiterer Aspekt des PARITY Acts ist die Behandlung von Erträgen aus Krypto-Diensten. Einnahmen aus Lending, Staking oder passiven Validator-Diensten sollen Teil des jährlichen Bruttoeinkommens sein und basierend auf dem fairen Marktwert berechnet werden. Dies bringt neue Herausforderungen für die Besteuerung und Berichterstattung solcher Einkünfte mit sich.
Künftige Schritte und potenzielle Auswirkungen
Der Entwurf des Digital Asset PARITY Acts ist derzeit lediglich ein Diskussionsentwurf und wurde noch nicht offiziell dem Kongress vorgelegt. Ziel ist es, durch diesen Entwurf die Diskussion zwischen Gesetzgebern, Interessengruppen und der Kryptoindustrie zu eröffnen und Klarheit über die Richtlinien für digitale Vermögenswerte zu schaffen.
FAQ
Warum enthält der Digital Asset PARITY Act keine Steuerbefreiung für Bitcoin?
Der Vorschlag konzentriert sich auf Stablecoins, da diese fest mit einem Fiat-Wert verknüpft sind, was sie in der Wahrnehmung der Gesetzgeber stabiler und zuverlässiger macht als andere Kryptowährungen.
Was ist die Bedeutung der 200 USD Grenze für Stablecoin-Transaktionen?
Diese Grenze soll einfache, alltägliche Transaktionen von der Steuerpflicht ausnehmen und so die Nutzbarkeit von Stablecoins im Alltag erhöhen.
Wie sollen die Einkommen aus Krypto-Lending und Staking versteuert werden?
Solche Erträge sollen als Bruttoeinkommen jährlich gemeldet und basierend auf dem fairen Marktwert berechnet werden, um Transparenz und einheitliche Besteuerung zu gewährleisten.
Welche Auswirkungen könnte der Entwurf auf die Kryptoindustrie haben?
Sollte der Entwurf Gesetz werden, könnte er dazu beitragen, das regulatorische Umfeld für Stablecoins zu stabilisieren und ihre Verwendung zu fördern, während andere Kryptowährungen möglicherweise weniger attraktiv erscheinen, was Reformforderungen auslösen könnte.
Wie reagiert die Kryptoindustrie auf diesen Vorschlag?
Es gibt eine gemischte Reaktion: Einige sehen positive Schritte zu mehr Klarheit, während andere, insbesondere Bitcoin-Befürworter, die fehlende Steuerbefreiung für BTC kritisieren und Änderungen fordern.
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