US-Schatzamt sucht öffentliche Stellungnahme zu staatlicher Stablecoin-Regulierung
- Der GENIUS Act erlaubt es den Bundesstaaten, Stablecoins mit einem Marktvolumen von weniger als 10 Milliarden US-Dollar zu regulieren, sofern sie nicht erheblich von den Bundesrichtlinien abweichen.
- Alle Stablecoins müssen durch bar oder hochwertige Bargeldäquivalente gedeckt sein und monatliche Berichte bereitstellen.
- Bundesstaaten dürfen strengere Vorschriften als die Bundesregierung einführen, solange sie ebenso schützend sind.
- Sobald ein Stablecoin-Emittent die 10-Milliarden-Dollar-Schwelle überschreitet, fällt er automatisch unter die föderale Regulierung.
- Das Inkrafttreten des GENIUS Act hat die Diskussion über ertragsbringende Stablecoins ausgelöst, die auf politischen Widerstand stoßen.
WEEX Crypto News, 2026-04-02 07:47:41
Einführung des GENIUS Act für Stablecoins
Mit dem GENIUS Act hat der US-Staat eine entscheidende Rolle im wachsenden Markt der Stablecoins übernommen. Dieses Gesetz, das als “Guiding and Establishing National Innovation for US Stablecoins Act” bekannt ist, ermöglicht es den Bundesstaaten, Stablecoins zu regulieren, die ein Marktvolumen von unter 10 Milliarden Dollar erreichen. Wichtig ist, dass ihre regulativen Maßnahmen in Einklang mit den föderalen Richtlinien stehen müssen. Eklatante Abweichungen davon sind nicht erlaubt. Dies schafft ein Netzwerk von regulatorischen Rahmenbedingungen auf staatlicher Ebene, die zusammen mit den föderalen Vorschriften eine umfassende Kontrolle garantieren.
Verpflichtungen für Stablecoin-Emittenten
Stablecoin-Emittenten unter dieser Regelung sind verpflichtet, eine Deckung des Wertes ihrer Münzen im Verhältnis 1:1 mittels Bargeld oder hoher Qualität von Bargeldäquivalenten zu sichern. Zudem müssen detaillierte monatliche Berichte eingereicht werden, um Transparenz und Vertrauen zu gewährleisten. Diese Vorschriften sind nicht verhandelbar und stellen die Grundlage für das Vertrauen dar, das von Investoren erwartet wird.
Zusätzlich müssen alle Vorschriften zur Verhinderung von Geldwäsche und Sanktionen auf Bundesniveau vollumfänglich befolgt werden. Ein weiterer Punkt beinhaltet das Verbot des Tokens-Rehypothication, also dem Einsatz derselben Reserven zur Deckung mehrerer Ansprüche.
Bundesstaaten erhalten Flexibilität, aber mit Bedingungen
Der GENIUS Act gibt den Bundesstaaten die Befugnis, neben den föderalen Rahmenbedingungen zusätzliche, eigenständige Regeln zu erlassen. Dabei können sie liquide Mittel durch eigene Anforderungen definieren, Risiken managen und eigenständig Überwachungsverfahren festlegen. Dennoch müssen diese Maßnahmen mindestens ebenso stringent wie die der Bundesebene sein oder diese überschatten.
Diese Flexibilität erlaubt den Bundesstaaten, ihre spezifischen Eigenheiten und Bedürfnisse in den regulatorischen Prozess zu integrieren. Diese Möglichkeit könnte innovative Lösungen fördern, die in einigen Bundesstaaten besser funktionieren als in anderen.
Übergang zu föderaler Aufsicht bei Wachstum
Ein bedeutender Punkt der Regelungen ist die automatische föderale Kontrolle, die in Kraft tritt, wenn ein Stablecoin die 10-Milliarden-Dollar-Schwelle überschreitet. Auf dieser Ebene übernimmt die Bundesregierung die volle Kontrolle über die Regulierung. Das Ziel dieser Regelung besteht darin, sicherzustellen, dass die bedeutendsten Marktteilnehmer konsequent den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen und größerem regulatorischen Druck ausgesetzt sind.
Diese Maßnahme soll auch eine konsistente Wachstumsüberwachung und Marktübernahme ermöglichen, um etwaige systemische Risiken zu minimieren und die Marktstabilität zu sichern.
Debatte über ertragsbringende Stablecoins
Der Inkraftsetzung des GENIUS Act hat auch eine Debatte über ertragsbringende Stablecoins ausgelöst. Speziell wird diskutiert, ob Emittenten Zinserträge mit Anlegern teilen dürfen. Dieser Punkt wird im Rahmen des CLARITY-Marktestrukturgesetzes im US-Kongress heiß debattiert. Einige Krypto-Unternehmen, allen voran Coinbase, unterstreichen die Attraktivität von Zins-Stablecoins gegenüber traditionellen Sparkonten, deren Zinsen häufig unter 1% liegen.
Allerdings stoßen diese Entwicklungen auf Widerstand bei den traditionellen Banken. Sie befürchten, dass die Einführung solcher Produkte zu starken Kapitalabflüssen aus traditionellen Spareinlagen führen könnte, was ihre Marktposition stark untergraben würde.
Fazit: Wachsender Regulierungsdruck
Folglich zeigt sich, dass mit GENIUS Act die USA einen Weg eingeschlagen haben, der die Regulierung des aufkeimenden Stablecoin-Marktes massiv vorantreibt. Es bleibt nun abzuwarten, wie schnell und effektiv die Staaten diese Befugnisse umsetzen und welche Auswirkungen ihre individuellen Regulierungen auf das Gesamtbild im nationalen Krypto-Markt haben werden.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der GENIUS Act?
Der GENIUS Act ist ein Gesetz, das den einzelnen US-Bundesstaaten die Möglichkeit gibt, Stablecoins mit einem Marktvolumen unter 10 Milliarden Dollar zu regulieren, während sie bundesweite Richtlinien einhalten müssen.
Wie wird das Marktvolumen von Stablecoins gemessen?
Das Marktvolumen von Stablecoins wird anhand ihrer Marktkapitalisierung gemessen, die den Gesamtwert aller ausgegebenen Token darstellt.
Dürfen Bundesstaaten eigene Regeln für Stablecoins erlassen?
Ja, Staaten dürfen eigene Regeln erlassen, solange diese so streng oder strenger als die bundesweiten Standards sind.
Warum sind ertragsbringende Stablecoins umstritten?
Ertragsbringende Stablecoins sind umstritten, da Banken befürchten, sie könnten zu Kapitalabflüssen aus traditionellen Spareinlagen führen und somit deren Marktanteile verringern.
Was passiert, wenn ein Stablecoin die Marktvolumenschwelle überschreitet?
Erreicht ein Stablecoin die 10 Milliarden-Dollar-Schwelle, fällt er automatisch unter die Regulierung der Bundesregierung.
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