Wintermute: Trotz des anhaltend günstigen Makroumfelds hat sich der Kryptomarkt sehr schwach entwickelt und die Theorie des „Vierjahreszyklus“ ist nicht mehr anwendbar.
BlockBeats News, 4. November, der Krypto-Market-Maker Wintermute veröffentlichte einen ausführlichen Artikel, in dem er feststellt, dass das aktuelle makroökonomische Umfeld weiterhin positiv ist: Zinssenkungen, das Ende der quantitativen Straffung (QT) und ein Aktienmarkt, der sich seinem Höchststand nähert. Dennoch hinkt die Kryptowährung hinterher und die Kapitalflüsse nach dem FOMC-Meeting ziehen sich zurück.
Die globale Liquidität weitet sich aus, aber das Kapital fließt nicht in den Krypto-Bereich. Die Zuflüsse in ETF sind stagniert, die Aktivität bei Tokenized Asset Trading (TAT) trocknet aus, und nur Stablecoin wachsen weiter. Die allgemeine Marktstruktur ist gesund – die Hebelwirkung wurde bereinigt, die Positionen sind sauber, aber um eine neue Gewinnrunde einzuleiten, wird die Rückkehr von Geldern in ETF oder TAT ein Schlüsselsignal sein.
Das aktuelle Problem ist nicht ein „Mangel an Liquidität“, sondern dass die „Liquidität woanders hingeht“. Die globale Liquidität weitet sich tatsächlich aus. Zentralbanken auf der ganzen Welt senken die Zinsen vor dem Hintergrund eines starken wirtschaftlichen Umfelds – ein seltenes Szenario, das normalerweise einen bevorstehenden Zyklus mit hoher Risikobereitschaft einläutet. Diese neue Liquidität ist jedoch nicht wie in der Vergangenheit in den Kryptomarkt geflossen. ETF-Fonds stagnieren, die TAT-Aktivität trocknet aus, die Gesamtliquidität ist ausreichend, aber der Anteil, der in Krypto fließt, ist deutlich gesunken.
Die „4-Jahres-Zyklus“-Theorie ist nicht mehr anwendbar. Das Angebot der Miner und die Halving-Logik, die in der Vergangenheit die Preiszyklen antrieben, haben in einem reifen Markt kaum noch Einfluss. Was die Preise heute wirklich antreibt, ist Liquidität.
