Kritik an Bitcoin-Update: Top-Entwickler nennt es „völligen Wahnsinn“

By: crypto-insiders|2025/05/07 14:45:03
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Bitcoin Core, die maßgebende Software des Bitcoin (BTC) Netzwerks, führt in dem kommenden Update eine auffällige Änderung durch. Das Limit für die Anzahl der Bytes in OP_RETURN-Transaktionen wird entfernt. Damit können Nutzer künftig größere Datenmengen in ihren Transaktionen abheben. Die Entscheidung von Bitcoin Core, das lange bestehende Limit von 80 Bytes für OP_RETURN aufzuheben, verursacht Spannungen innerhalb der Entwicklergemeinschaft. Was bedeutet OP_RETURN genau? OP_RETURN ist ein spezieller Typ von Transaktions-Output im Bitcoin-Netzwerk. Es ermöglicht, kleine Datenstücke auf der Blockchain festzuhalten. Dies wird oft für Anwendungen wie digitale Signaturen oder NFT-ähnliche „Ordinals“ verwendet. Das permanente Festhalten dieser Daten bringt einen großen Vorteil mit sich. So können Nutzer Informationen unwiderlegbar und transparent dokumentieren, ohne dass dies Einfluss auf den Geldverkehr innerhalb des Netzwerks hat. Da diese Outputs nicht ausgegeben werden können, belasten sie die unausgegebenen Transaktionen (UTXO) nicht. Dies sind die „unbenutzten“ Bitcoin-Beträge, die einem Nutzer zur Verfügung stehen, um sie in einer neuen Transaktion zu verwenden. Sie bilden sozusagen das Guthaben im Bitcoin-Netzwerk. Das bedeutet, dass OP_RETURN-Outputs nicht erneut in späteren Transaktionen verwendet werden können. Dadurch verschmutzen oder belasten sie das System der offenen (unausgegebenen) Bitcoin-Transaktionen nicht oder kaum. Dies hält das Netzwerk effizient, übersichtlich und skalierbar. Bis jetzt gab es ein Limit von 80 Bytes für OP_RETURN. Dieses Limit sollte verhindern, dass das Netzwerk mit irrelevanten Daten überschwemmt wird. Unterdessen blieben Anwendungen wie Zeitstempel und kryptografische Beweise weiterhin möglich. Warum wurde das Limit entfernt? Laut Entwickler Greg Sanders, auch bekannt als „instagibbs“, ist dieses Limit mittlerweile überholt. Menschen fanden Wege, die Beschränkung zu umgehen, wie die Verwendung von gefälschten Adressen. „Große Datenmengen werden sowieso schon eingeschrieben, auf Arten, die mehr oder weniger schädlich sind. Das Limit sorgt nur dafür, dass diese Daten über undurchsichtige Wege ins Netzwerk gelangen, was schädlich ist“, schreibt Sanders auf Github . Die Änderung wurde vorgeschlagen von Bitcoin-Veteran Peter Todd auf Anfrage von Chaincode Labs. Sie erhielt breite, aber nicht vollständige Unterstützung der Entwickler. Es wurden drei Optionen in Betracht gezogen: das Limit beibehalten, erweitern oder ganz entfernen. Die letzte Option wurde gewählt, weil sie mehr Transparenz und Effizienz bringt. Die Änderung sorgt für mehr Konsistenz im Netzwerk und passt besser zum aktuellen Gebrauch von Bitcoin. Viele Miner und Knoten-Implementierungen setzen das Limit nämlich schon nicht mehr durch. Fragezeichen bei der Entscheidung Nicht jeder ist glücklich mit dieser Kursänderung. Es gibt eine Debatte über die Frage, ob die Aufhebung des OP_RETURN-Limits zu Transparenz und einfacherer Datennutzung auf Bitcoin beiträgt. Laut Kritikern fördert es vielmehr Missbrauch und Spam. Bekannte Kritiker wie Luke Dashjr, Entwickler von Bitcoin Knots, nennen es völligen Wahnsinn. Auch Samson Mow, CEO von Jan3, ruft Knoten-Betreiber dazu auf, entweder nicht zu upgraden oder zu Bitcoin Knots zu wechseln. Bitcoin Knots immer beliebter In der Folge der Kontroverse gewinnt Bitcoin Knots , ebenfalls von Dashjr betreut, an Beliebtheit. Diese alternative Version von Bitcoin Core, die anpassbarer ist, hat mittlerweile einen Anteil von etwa 5 Prozent aller Knoten. Bitcoin Knots spricht Nutzer an, die mehr Kontrolle darüber haben wollen, was ihr Knoten akzeptiert oder weiterleitet. Bitcoin Knots bietet die Möglichkeit, nicht-zahlungsbezogene Transaktionen, wie Inschriften, abzulehnen. Unterdessen bleibt der Bitcoin-Kurs bei etwa 94.000 Dollar, während unter den Bitcoin Nachrichten zu lesen ist, dass viele Analysten sehr positive Preisprognosen abgeben. Das Netzwerk bereitet sich auf eine neue Phase technologischer und philosophischer Abwägungen bis 2026 vor.

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